Handy
Ein Mann in Kolumbien erlebte den Tod seiner Freundin am Telefon. Die junge Studentin befand sich in einem Bus, der auf dem 280 Kilometer langen Weg von der Hauptstadt Bogotá zur westlich gelegenen Hauptstadt der Provinz Caldas, Manizales von einer Schlammlawine in einen Fluss gerissen wurde. Von den 20 Reisenden überlebten nur vier, obwohl Hunderte von Helfern im Einsatz waren. Die junge Studentin, die bis zu ihrem Tod per Handy mit ihrem Freund verbunden war, befand sich unter den Opfern.
Ihre letzten Wort zitierte die Zeitung „El Tiempo“: „Mein Geliebter, ich liebe dich". Kurz danach riss die Telefonverbindung ab. Der verzweifelte 19-jährige Freund wartete vor dem Krankenhaus. Dort musste er seine geliebte Freundin identifizieren.
Dem Unglück waren schwere Regenfälle voran gegangen, die einen heftigen Erdrutsch auslösten.