Sezieren einer Niere
Am viel bestaunten Trevibrunnen in Rom wissen Nur wenige Touristen wissen etwas über die makabre Geschichte der Kirche im Hintergrund des viel bestaunten Trevibrunnens in Rom. Die meisten Reiseführer lassen die kleine, den Märtyrern Anastasius und Vincentius geweihte Basilika, unerwähnt. Dort ruhen die Eingeweide einiger Päpste.
Diesen merkwürdigen Brauch bezeugen die beiden Altarmarmorplatten, denn dort ist von „paecordia“ die Rede. Es handelt sich hierbei um Herz, Leber, Magen, Milz, Nieren, sowie Darm und sonstigen inneren Organen von 24 Päpsten.
Wie der Rektor der Basilika versichert, lagern die Eingeweide dicht versiegelt in Tonkrügen, die zu beiden Teilen Seiten des Altars in das Mauerwerk eingelassen wurden. Grund der Entnahme der Organe bei den verstorbenen Stellvertretern Christi war eine würdevolle Beisetzung. Das Bestattungsritual für Päpste schrieb eine neuntägige Trauerfeier vor. In früheren Zeiten wurde der Verstorbene in diesem Zeitraum aufgebahrt. In der heißen Jahreszeit war dieses Ritual jedoch problematisch. Damit die Toten durch das Aufblähen deraufgeblähte Organe kein unwürdiges Erscheinungsbild zeigten, wurden die Organe entnommen.